Der anonyme Krankenschein muss her! Jetzt!

Kundgebung zur humanitären Sprechstunde

und zum anonymen Krankenschein!

am Dienstag, den 22. August um 14:30 Uhr
vor der Bürgerschaft

Die humanitäre Sprechstunde muss bleiben!

Wer Angst vor Abschiebung hat, wagt sich nur in den seltensten Fällen zum Arzt oder zur Ärztin – auch bei schwerer Erkrankung. Deshalb gibt es in Bremen die humanitäre Sprechstunde im Gesundheitsamt. Die Gefahr der Schließung durch die Gesundheitssenatorin scheint nach Protesten inzwischen gebannt. Und das ist auch gut so! Nun sind die nächsten Schritte wichtig. Wir fordern: Die humanitäre Sprechstunde muss im Gesundheitsamt bleiben. Aber das allein reicht nicht aus!

Der anonyme Krankenschein muss her! Jetzt!

Denn in der humanitären Sprechstunde stellt nur eine sehr begrenzte Basisversorgung sicher. Fachärztliche Diagnostik, weitergehende medizinische Behandlung oder Geburtshilfe ruhen allein auf den Schultern von wenigen, kooperierenden Arztpraxen, die ehrenamtlich arbeiten müssen.

In Niedersachsen und Thüringen bekommen Menschen ohne Aufenthaltspapiere dagegen schon jetzt umfassende medizinische Hilfe. Möglich macht das ein anonymer Krankenschein. Anerkannte Stellen wie das Gesundheitsamt können ihn ausstellen. Kranke ohne Papiere können sich damit in der Arztpraxis ihres Vertrauens medizinisch behandeln lassen so wie alle anderen Menschen auch.

Medizinische Versorgung ist Menschenrecht! Dieses Recht muss die Kommune garantieren!

Menschen davon auszuschließen heißt Menschenleben gefährden!

 

Am 22. August berät die Stadtbürgerschaft über einen Antrag zur humanitären Sprechstunde. Doch egal was dabei herauskommt: die Gesundheitsversorgung von Menschen ohne sicheren Aufenthaltsstatus bleibt prekär und unsicher!

Kommt alle um weiterhin Öffentlichkeit für dieses Problem zu schaffen!

Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus haben keinen Zutritt zum normalen Gesundheitssystem. Die humanitäre Sprechstunde im Gesundheitsamt stellt eine zwar kostenlose und anonyme, jedoch nur sehr eingeschränkte gesundheitliche Akutversorgung bereit, an nur zwei Tagen in der Woche für nur zwei Stunden. Dennoch wurde die humanitäre Sprechstunde im April kurzzeitig einfach geschlossen. Auch wenn sie danach wieder geöffnet wurde ist noch immer nicht klar wie es mit ihr weitergehen wird! Zudem reicht die humanitäre Sprechstunde nicht aus, um für alle Menschen in Bremen eine angemessene Gesundheitsversorgung bereitzustellen! Weitere Infos auch im kürzlich erschienenen Weserkurier-Artikel

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-Aerztliche-hilfe-fuer-papierlose-_arid,1634259.html