Auftakt- und Informationsveranstaltungen zum Frankfurter Aufruf für Bürger*innenasyl
In Empörung über die Abschiebecharterflüge u.a. nach Afghanistan als eine weitere Manifestation der Unmenschlichkeit der Abschiebepolitik ruft Solidarity City Frankfurt am Main auch in Frankfurt zur Gewährung von Bürger*innenasyl auf. Bürger*innenasyl heißt, Menschen, die von Abschiebung bedroht sind, zu sich einzuladen, zu verstecken und vor dem Zugriff der Abschiebemaschinerie zu schützen. Bereits in mehreren deutschen Städten wird Bürger*innenasyl gewährt, um einerseits die bereits seit langem existierenden Schutzstrukturen der Communities wie auch der Kirchenasyle praktisch zu unterstützen, und andererseits ein politisches Zeichen zu setzen gegen die Unmenschlichkeit der Abschiebepolitik.
Was Bürger*innenasyl im Detail und angesichts der aktuellen politischen Lage bedeutet und welche Möglichkeiten der Umsetzung es in Frankfurt am Main geben kann, möchten wir mit allen Interessierten gemeinsam ausloten:
05.09.2018, 19.00 Uhr
medico-Haus, Lindleystraße 15, 60314 Frankfurt am Main
Schutzraum Sofa
Idee und Praxis von Bürger*innenasyl
Verschiedene Referent*innen werden die gesellschaftspolitischen Hintergründe und die aktuelle Notwendigkeit eines Bürger*innenasyls vorstellen und aus der Erfahrung mit bereits praktiziertem Bürger*innenasyl berichten.
13.09.2018, 18.00 Uhr
J.W.Goethe-Uni, Campus Westend, RuW-Gebäude, Seminarraum 3.102
legitim! legal?
Was kann das Gewähren von Bürger*innenasyl für die Unterstützer*innen bedeuten?
Zusammen mit einer Arbeitsgruppe der Law Clinic der Frankfurter Uni möchten wir einen Blick auf die Rechtslage werfen mit dem Schwerpunkt auf das, was das Gewähren von Bürger*innenasyl für die Unterstützer*innen bedeutet und mit welchen möglichen Konsequenzen gerechnet werden muss.
Veranstalterin: Solidarity City Frankfurt am Main