Solidarity City Initiative in..

Kassel

Aktuelle Aktionen

Es soll ja Menschen geben, die im Dezember auf der Suche nach Geschenken sind. Und Menschen, die finden, Solidarität ist immer wichtig – unabhängig von christlichen Feiertagen. Als Gruppe, die im Rahmen von Solidarity City aktiv ist, haben wir eine Aktion für die Weihnachtszeit organisiert, durch die wir Geld auftreiben wollen. Der Erlös der Aktion kommt Menschen zugute, die ohne einen sicheren Aufenthaltsstatus in Kassel leben. Obwohl sie Bewohner*innen dieser Stadt sind, haben sie keinen sicheren Zugang zu Wohnraum, Mobilität, medizinischer Versorgung, Bildung oder Arbeit.

Deshalb gibt es jetzt wunderschöne Jutebeutel mit dem Logo von Solidarity City (zu haben für fünf Euro und ganz prima als Geschenk oder zum Wegbringen von Altglas geeignet). Und (Lese-)zeichen der Solidarität – die könnt ihr im Wert von drei, fünf oder zehn Euro kaufen und finanziert so beispielsweise juristische Beratung, Handyguthaben oder ÖPNV-Tickets.

Und wo bekommt ihr diese Zeichen der Solidarität? Wir wollen verschiedene Orte in Kassel nutzen, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Also erzählt gerne auch in eurem Umfeld davon! Auf Facebook werden wir fortlaufend die Orte aktualisieren, an denen Beutel und Lesezeichen ausliegen. Hier der aktuelle Stand:

ABC Buchladen (Beutel)

gestochen scharf (Beutel)

Buchhandlung Hühn (Lesezeichen)

Schmackes (Lesezeichen)

Fingerz (Beutel)

Kollektivcafé Kurbad (Beutel + Lesezeichen)

… weitere Orte folgen …

Falls ihr selbst noch eine Idee habt oder Beutel und Lesezeichen in größeren Mengen kaufen wollt, meldet euch gerne bei uns: kassel@solidarity-city.eu

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Das nächste Plattform-Treffen am 31. Januar 2020

Next Solidarity City meeting – English version below

Selbstorganisation – wie geht das eigentlich?

Freitag, 31. Januar 2020, 17 bis 19.30 Uhr
Villa Locomuna (2. Eingang), Kölnische Str. 183 (Haltestellen Aschrottstraße (Tramlinie 8), Malsburgstraße (Bus), Bebelplatz (Tramlinie 4))

Viele Projekte und Initiativen, auch im Rahmen von Solidarity City, bezeichnen sich selbst als „selbstorganisiert“. Doch was genau bedeutet es, sich selbst zu organisieren?

Zuallererst geht es darum, gleichberechtigte statt hierarchische Strukturen zu schaffen. Das heißt, dass Entscheidungen von all jenen getroffen werden, die von ihnen betroffen sind. In einem kurzen Input stellen wir euch weitere Grundprinzipien und Formen von Selbstorganisation vor – und auch einige „Werkzeuge“, die uns dabei helfen können, selbstorganisierte Strukturen aufzubauen und am Leben zu erhalten. Anhand von (euren) Beispielen übertragen wir das Ganze in die Praxis und diskutieren Erfolge und Schwierigkeiten von Selbstorganisation.

Damit wollen wir anschließen an die Diskussion vom letzten Treffen, bei dem wir uns der Stadtteilarbeit und dem transformativen Organizing gewidmet haben. Um andere Menschen für ein Thema zu mobilisieren, müssen wir uns erst einmal selbst organisieren. Daher lenken wir am 31. Januar den Blick auf unsere bereits existierenden Strukturen. Nach und nach wollen wir so Kassel zu einer solidarischen und ökologischen Stadt machen.

Save the date: Außerdem wollen wir euch (wie angekündigt) einladen zu einem ausführlicheren Workshop rund um „Transformative Organizing“, der am 4. und 5. April 2020 stattfinden wird. Der Ort wird noch bekannt gegeben, aber das Datum könnt ihr euch schon einmal notieren.

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Self-organisation – how does that actually work?

Friday, 31st January 2020, 5 to 7.30 pm
Villa Locomuna, Kölnische Str. 183 (tram/bus stops Aschrottstraße (tram line 8), Malsburgstraße (bus), Bebelplatz (tram line 4))

Many projects and initiatives, also within the scope of Solidarity City, describe themselves as „self-organized“. But what exactly does it mean to organise oneself?

First and foremost, it is about creating equal rather than hierarchical structures. This means that decisions are made by all those who are affected by them. In a short input we will introduce you to further basic principles and forms of self-organization – and some „tools“ that can help us to build and keep self-organized structures alive. With the help of (your) examples, we will put the whole thing into practice and discuss successes and difficulties of self-organisation.

With this we want to follow up the discussion of the last meeting, which we dedicated to the topic of district work and Transformative Organizing. But in order to get other people mobilized for a cause, we first have to organise ourselves. Therefore, on 31st January, we will turn our attention to our exising structures. Gradually we can thus make Kassel a city of solidarity and ecology.

Verfolgt für aktuelle Neuigkeiten auch unsere Facebook-Seite.

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Was ist „Solidarity City Kassel“?

Wir wünschen uns eine lebenswerte Stadt für alle Bewohner*innen. In einer solchen Stadt kann jede*r sein Leben selbst gestalten – sei es im Bereich Wohnen, Arbeiten, Freizeit oder Engagement. Auch Gesundheitsversorgung, Bildung und Mobiltität stehen allen Menschen offen – und zwar unabhängig von Pass, Aufenthaltsstatus oder ihren finanziellen Mitteln.

Für viele Menschen in Kassel ist eine solche Stadt fern ihrer Realität: Als Geflüchtete leben sie hier geduldet oder (vorübergehend) illegalisiert. Sie sind konfrontiert mit einem Zustand dauerhafter Unsicherheit. Für sie ist es ein Risiko, zum Arzt zu gehen, einer Arbeit nachzugehen und ihre Kinder in die Kita oder Schule zu schicken.

Zu einer solidarischen Stadt gehören für uns auch Strukturen, die Menschen dabei unterstützen, sich vor Abschiebung zu schützen. Wir wollen u.a. Wohnraum und finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, um ihnen eine Atempause und ein Mindestmaß an Sicherheit zu ermöglichen. Das gelingt allerdings nur mithilfe eines breiten Netzwerks.

Die Beteiligung an einem solchen Netzwerk verstehen wir als eine politische Praxis, um unseren Widerstand gegen rassistische Ausgrenzung und Abschottungspolitik öffentlich und praktisch werden zu lassen. Die Grundlage unseres Handelns ist eine Solidarität, die keine Unterschiede anhand der Herkunft macht und ohne Hierarchisierung von Fluchtgründen auskommt.

Das Netzwerk als Teil einer solidarischen Stadt braucht Menschen, die sich an der Schaffung
einer Infrastruktur für Geflüchtete beteiligen. Konkret benötigt werden dafür:

  • Wohnraum, befristet und unbefristet
  • Menschen, die Geflüchtete bei der Wohnungssuche, bei Amtsgängen oder zu
  • Anwält*innen begleiten
  • Ärzt*innen und Therapeut*innen
  • Anwält*innen und rechtliche Beratung
  • Dolmetscher*innen, Sprachkurse, Lerntandems
  • Jobs
  • Geldspenden für z.B. Verpflegung, Fahrkarten, juristische Beratung, Handyguthaben

Wenn du das Netzwerk unterstützen möchtest, schreib uns eine Mail an: kassel@solidarity-city.eu

Geldspenden werden vor allem in bar benötigt. Diese kannst du in unsere Spendendosen in der Stadt werfen oder an folgenden Orten abgeben:

Schmackes Mitgliederladen, Erzbergerstr. 51 (Mo-Fr 9.30-19 Uhr, Sa 9-15 Uhr)
Kollektivcafé Kurbad, Sternstr. 20 (Mo, Do, Fr, Sa 13-19 Uhr, So 13-18 Uhr)
ABC Buchladen, Goethestraße 77 (Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa 9-13 Uhr)

Wem dies nicht möglich ist, kann die Spende auch überweisen:
Spendenkonto: local e.V.
IBAN: DE60 5205 0353 0000 0179 70
Verwendungszweck: Spende Solidarity City